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Die Geschichte der Firma Carl Brandt

1882 Unternehmensgründer Carl BrandtDas Unternehmen wurde am 1. Oktober 1882 von dem aufstrebenden und innovativen 26jährigen Kaufmann Carl Brandt als Handelsunternehmen in Gumbinnen/Ostpreussen gegründet. Das Sortiment reichte von Eisenwaren und landwirtschaftlichen Geräten über Haushaltsartikel bis hin zu Bau- und Brennstoffen.
1900 Ladengeschäft GumbinnenDie gute Entwicklung erforderte 1900 den Umzug in größere Räume, die sich im Zentrum der Stadt fanden, und der Betrieb erwarb sich sehr bald den Ruf als eine der fortschrittlichsten Eisenwarenhandlungen Ostpreußens.
1918

Die geschäftlichen Schwierigkeiten, die der russische Einfall im 1. Weltkrieg und die Flucht der Bevölkerung aus Gumbinnen mit sich brachte, überwand Carl Brandt sehr zügig. Er starb aber bereits 1918 mit 61 Jahren. Sein Sohn Bruno Brandt übernahm nach dem Ende des Krieges mit 27 Jahren die Fortführung des väterlichen Betriebs.

1922 Bruno Brandt wandelte 1922 das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft um und erweiterte die Produktpalette sehr bald um die Abteilung Motorfahrzeuge. Bald übernahm man die Generalvertretung von Opel im östlichen Teil der Provinz.
1937 Betriebsausflug 1935Die Expansion nahm seinen Fortgang, die Geschäftsräume wurden ausgebaut, ein Automobilzentrum mit Reparaturwerkstatt eingerichtet, ein großes Baugelände erworben. 1937 wandelte man das Unternehmen in eine Kommanditgesellschaft um und nahm von den bisherigen Vorstandsmitgliedern u. a. Fritz Soyka, Mitarbeiter seit 1921, als Komplementär auf.
1944 Dann kam der 2. Weltkrieg und brachte viele personelle Probleme. Am 16. Oktober 1944 wurden große Teile Gumbinnens durch einen sowjetischen Luftangriff zerstört und am 20. Oktober musste man die Stadt verlassen. Einige Warenvorräte, die man bei Berlin deponiert hatte, konnte man gerade noch nach Meiningen und nach Rodach bei Coburg retten.
1945 Neuanfang in CoburgErfolg in CoburgSomit hatte man etwas Substanz retten können, die einen Neuanfang in Coburg ermöglichten. So gründeten Bruno Brandt und Fritz Soyka am 1. August 1945 die Firma Carl Brand GmbH, die später in eine KG umgewandelt wurde. Mit 30 alten Betriebsangehörigen startete man in die schwierige Zeit der ersten Nachkriegsjahre.
1965 Erste Importkontakte vorwiegend mit Osteuropa für das Plattengeschäft.
1968 Betriebs-Neubau südlich von Coburg direkt an den beiden Bundesstraßen B4 und B303. Auf rund 30.000 qm Fläche entsteht ein Großhandelsbetrieb mit eigenem Gleisanschluß und einer Eisenbiegerei. Die Belieferung überregionaler Kunden in Deutschland wird verstärkt.
1969 Bau einer Fertigungsstraße mit modernen CNC-Maschinen, auf der Plattenzuschnitte und Frästeile für die Möbelindustrie hergestellt werden.
1990 Gründung einer Spezialabteilung für hochwertiges Schnittholz und Fensterkanteln, die weltweit importiert werden. Mit eigener Trockenkammer wird hier für die Kunden Holz getrocknet.
1996 Gründung einer Spezialabteilung für Baustoffe und Hobelware, die Kunden aus den Zimmereien und Holzbaubetrieben gewinnt. Gipsplatten, Dämmstoffe, Brandschutzprodukte sowie Bau-, Leim- und Konstruktionshölzer gehören seitdem zum Sortiment von BRANDT.
1998 Verstärkung der Exportaktivitäten in Polen, Tschechien und dem Baltikum. Das gesamte Bundesgebiet wird vom Seehafenlager Bremen und vom Stammhaus in Niederfüllbach bei Coburg aus beliefert.
2005 Das Lager Niederfüllbach wird um 15.000 qm auf 45.000 qm vergrößert.
2007 Einrichtung eines Abholmarktes für Kunden. Dieser Bereich wird sofort sehr gut angenommen.
2010 Die regionale Ausstellung für den dekorativen Innenausbau (Türen, Boden, Glas, Beschläge) wird ausgebaut. Die Ausstellungsfläche wird auf 600qm fast verdoppelt.
2011 Lagererweiterung mit neuer Schnittholz-Halle 50x15 Meter. Außerdem werden für das mittlerweile stark vergrößerte Sortiment der Holzwerkstoffe für den Innenausbau und den Holzbau zusätzlich 1.500 laufende Meter Regalllagerplätze in Betrieb genommen.
2012 Brandt feiert sein 130-jähriges Bestehen mit einem zweitägigen Fest und einem tollen Unterhaltungsprogramm. 50 Lieferanten stellen dabei Ihre Produkte aus. 500 Firmenkunden und 1.200 Privatkunden besuchen die Brandt-Jubiläumsfeier, die live im Radio übertragen wird.
2013 Brandt nimmt mit der 100-prozentigen Tochterfirma Holz- und Plattenbearbeitungs GmbH (HoPla) eine neue CNC-Zuschnittanlage vom Typ Schelling AH-6 in Betrieb. Mit modernster Technik fertigt HoPla nun Plattenzuschnitte aus dem riesigen Holzwerkstoff-Lagerprogramm von Brandt für die Möbel- und Spielzeugindustrie und für Verpacker innerhalb von 48 Stunden.
2014 Brandt und HoPla schließen das Geschäftsjahr mit rund 32 Mio Euro Außenumsatz und wieder mit einem guten Jahresergebnis ab. Das Unternehmen befindet sich bereits in Verhandlungen mit der Thalhofer-Gruppe in Deisenhausen für eine Übernahme. Ziele sind die Verschmelzung mit einer großen und leistungsstarken Gruppe zur Bündelung und Stärkung der Einkaufsmöglichkeiten sowie die weiterhin erfolgreiche Fortführung des Unternehmens ohne die bisherigen Inhaber.
2015 Brandt wird am 24. April rückwirkend zum 01. Januar 2015 ein Unternehmen der Thalhofer-Gruppe.
Die Inhaber Martin Soyka und seine Schwester Rosemarie Scheuring, die noch eine kleine Minderheitsbeteiligung besitzt, veräußern ihre Unternehmensanteile zu 100% an die Georg Thalhofer OHG in Deisenhausen. Neuer Inhaber ist Stefan Thalhofer und Martin Soyka scheidet zum 30.06.2015 nach 52 Jahren als Inhaber und geschäftsführender Gesellschafter aus.
Arno Reinsbach (Import und überregionaler Großhandel), Karl Wichert (regionaler Großhandel) und Jürgen Ender (Finanzen) führen das Unternehmen auch weiterhin.
Mit Brandt zusammen hat die Thalhofer-Gruppe 2015 rund 170 Millionen Euro Außenumsatz und gehört damit zu den 5 größten Holzgroßhandelsgruppen Deutschlands.
Brandt trennt sich vom Baustahlhandel sowie der Eisenbiegerei und konzentriert sich noch stärker auf die Kompetenz im Holz.
Brandt Holzimport